Chef am Boden

Aktuelles aus dem Choralltag

Viele ver­schie­dene Akti­vi­tä­ten und Erleb­nisse berei­chern den Chorall­tag. Hier ein paar Bei­spiele …

Ein gan­zes Woche­n­ende „Kan­tate“ 20. Mai 2019
„Wer singt, betet dop­pelt“ erklärte im 4. Jahr­hun­dert der hei­lige Augus­ti­nus. Wel­cher Sonn­tag eig­net sich dafür bes­ser als der 4. Sonn­tag nach Ostern, der Sonn­tag „Kan­tate“ (Sin­get dem Herrn)?
Gleich drei­mal tra­fen sich die Sän­ger des Kon­zert­cho­res an die­sem Woche­n­ende: zum Auf­tritt im Orgel­punkt (gemein­sam mit Dom­or­ga­nist Ste­phan Leut­hold), zur tra­di­tio­nel­len Chor­ves­per und zum „1. Kna­ben­chor­kino“: Immer wie­der fin­den sich auch Frei­zeit­un­ter­neh­mun­gen im Chor­plan der Jun­gen und so sahen sie gemein­sam nach der Ves­per bei Bre­zeln und Apfel­schorle den fran­zö­si­schen Kult­film aus dem Jahr 2004 „Die Kin­der des Mon­sieur Mathieu“, der von dem wun­der­ba­ren Ein­fluss des Chor­sin­gens auf die kind­li­che Ent­wick­lung han­delt.
Mit dem Früh­lings­kon­zert der Kur­ren­den klang das Woche­n­ende aus. Unter der von Paul Ger­hardt 1653 gedich­te­ten Über­schrift „Ich singe mit, wenn alles singt“ (… und lasse, was dem Höchs­ten klingt aus mei­nem Her­zen rin­nen.), erklan­gen geist­li­che und welt­li­che Lie­der (und damit Gebete) zum andäch­ti­gen Lau­schen und Mit­sin­gen.
„Wer singt, betet dop­pelt“ – Ob 4. Jahr­hun­dert, 1653, 2004 oder 2019: Wirk­lich Wich­ti­ges ver­liert eben nie an Aktua­li­tät.

Kna­ben­so­lis­ten im Kan­ta­ten­got­tes­dienst 13. Mai 2019
Einige auf­merk­same Besu­cher des 157. Kan­ta­ten­got­tes­diens­tes wer­den über­rascht auf die Beset­zungs­liste geblickt haben: Jun­gen des Kna­ben­cho­res als Solis­ten? Zwar wur­den zur Zeit Johann Sebas­tian Bachs, in der Frauen das Sin­gen in der Kir­che unter­sagt war, alle Solo­par­tien von Jun­gen besetzt, aber in heu­ti­ger Zeit ist das nur sehr sel­ten mög­lich. Fehlt es doch in den meis­ten Fäl­len an aus­ge­bil­de­ten Kna­ben­stim­men, die sowohl über hohe stimm­li­che Qua­li­tät als auch über ebenso große Aus­drucks­stärke ver­fü­gen. Wie die Gemeinde von Unser Lie­ben Frauen hören konnte, fin­det beim Kna­ben­chor neben der inten­si­ven cho­ri­schen auch eine anspruchs­volle solis­ti­sche Aus­bil­dung statt. Linus von Bar­gen (12 Jahre) und Julian Fran­zius (11 Jahre) haben ihre Auf­gabe als erste Kna­ben­so­prane im Bach-Kan­ta­ten-Got­tes­dienst mit Bra­vour gelöst.

Kna­ben­chor gra­tu­liert sei­nen Kon­fir­man­den 6. Mai 2019
Zum Glück war das Pro­gramm schon nach dem Pro­ben­wo­chen­ende in Ver­den kon­zert­reif ein­stu­diert, denn viel Zeit blieb nach den Oster­fe­rien nicht: Bereits am Sonn­tag war­tete der nächste Auf­tritt des Kon­zert­cho­res im Kon­fir­ma­ti­ons-Got­tes­dienst. Auch drei Kna­ben­chör­ler wur­den in die­sem Jahr fei­er­lich ein­ge­seg­net – und diese konn­ten ihre Kol­le­gen end­lich mal in aller See­len­ruhe aus der Zuhö­rer­per­spek­tive erle­ben: „Heute habe ich zum ers­ten mal mei­nen eige­nen Chor gehört“, staunte Johan­nes, der es sich aller­dings nicht hatte neh­men las­sen, bei der Ver­to­nung sei­nes selbst­ge­wähl­ten Segens­spru­ches im Män­ner­chor mit­zu­sin­gen. Nach ins­ge­samt sechs Chor­wer­ken im Fest­got­tes­dienst folgte noch das beliebte „Konfi-Ständ­chen“ vor der Kir­che. Das Wet­ter spielte brav mit, wäh­rend sich Kon­fir­man­den, Eltern und Tou­ris­ten an welt­li­chen Gesän­gen wie „Sü­ßer, gold­ner Früh­lings­tag“ erfreu­ten.

Vom letz­ten Abend­mahl bis zum ers­ten Oster­früh­stück 24. April 2019
Gleich für vier Tage unter­bra­chen die Sän­ger des Kon­zert­cho­res ihre Ferien, damit auch an den bei­den bedeu­tends­ten christ­li­chen Fest­ta­gen – Kar­frei­tag und Oster­sonn­tag – anspruchs­volle Kir­chen­mu­sik in Unser Lie­ben Frauen erklin­gen konnte. Zu die­sem Anlass fand erst­ma­lig am Kar­frei­tag eine „Chor­mu­sik zur Ster­be­stunde Jesu“ statt: Sechs Chor­sän­ger spann­ten durch ihre Rezi­ta­tio­nen der Pas­si­ons­ge­schichte aus dem Johan­nes-Evan­ge­lium den Bogen vom ein­drucks­vol­len Abend­mahls-Cho­ral „Als Jesus Chris­tus in der Nacht“ bis zum erlö­sen­den „Nun ist alles über­wun­den“.
Am Sonn­tag hieß es dann für die Kna­ben: Früh aus den Federn, denn bereits um 6 Uhr erklan­gen die ers­ten Töne zur Oster­nacht in der noch voll­kom­men dunklen Kir­che. Nach dem mit­rei­ßen­den „Christ ist erstan­den“ genos­sen die Jun­gen dann nach Son­nen­auf­gang zum ers­ten Mal ein gemein­sa­mes Oster­früh­stück, bevor der Män­ner­chor für den anschlie­ßen­den Got­tes­dienst am Oster­mor­gen zurück in die Chor­klei­dung schlüpfte.

Mini-Kon­zert der Jüngs­ten 3. April 2019
Dass die Eltern der Kur­rende IV mit ihren Söh­nen Abend­lie­der sin­gen, konnte beim ers­ten Kon­zert der drei- bis fünf­jäh­ri­gen im Chri­sto­pho­rus-Saal ein­drucks­voll beob­ach­tet wer­den: Schon bei den ers­ten Tönen von „Kleine Igel schla­fen gern“ wurde unter den Kna­ben herz­haft gegähnt. Aber auch Tra­di­tio­nel­les, wie „Mein Hut, der hat drei Ecken“, das in der Faschings­probe geübte „Drei Chi­ne­sen mit dem Kon­tra­bass und – auf beson­de­ren Wunsch der Jun­gen – auch ein hoch­kon­zen­trier­tes „Stille-Lied“ gehör­ten zum über viele Wochen erar­bei­te­ten Pro­gramm. Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser, der seine Schütz­linge am Kla­vier beglei­tete, ver­riet bereits wäh­rend der Begrü­ßung sein Fazit: „Bei die­sen tol­len Sän­gern mache ich mir um die Zukunft unse­res Kna­ben­cho­res keine Sor­gen.“ Gestärkt durch Bei­fall, Kekse und Apfel­schorle, ver­ab­schie­de­ten sich anschlie­ßend die Kna­ben in die Oster­fe­rien.

Kon­zert­chor probt in Ver­den 31. März 2019
Pro­ben­wo­chen­en­den gehö­ren zu den Höhe­punk­ten im Kna­ben­chor­le­ben: Beschäf­tigt sich der Chor­lei­ter vor­her mit der Qua­li­tät des Pro­ben­rau­mes, (un)gestimm­ten Kla­vie­ren, einer opti­ma­len Pro­ben­pla­nung und „ge­fahr­lo­sen“ Frei­zeit­mög­lich­kei­ten, geht dem Chor­sän­ger nur eine Frage durch den Kopf „Mit wem gehe ich ins Zim­mer?“.
Und so wurde bei früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren das kom­plette Oster­pro­gramm kon­zert­fer­tig geprobt, Fuß­ball gespielt (wobei es außer beim Chor­lei­ter keine Ver­letz­ten gab) und auch die neu ein­ge­führte Option des mor­gend­li­chen Wald­lau­fes wurde von viele Jun­gen gewählt. Ein wei­te­res Bon­bon gab es am Sams­tag: Live-Über­tra­gung der 2. Halb­zeit des Wer­der-Spiels bei Kaf­fee und Kuchen. So eine Pro­ben­fahrt ver­geht ein­fach viel zu schnell…

Alles wie immer: Sin­gen – Fuss­ball – Fer­tig 24.3.2019
Um 11:30 Uhr san­gen sie noch im Chor­man­tel den Schluss-Segen „Da pacem, Domine“ im Got­tes­dienst – die Kna­ben der Kur­rende I. Eine gute Stunde spä­ter stürm­ten sie, bei herr­li­chem Früh­lings­wet­ter und nun im Wer­der-Tri­kot kaum wie­der­zu­er­ken­nen, mit den „Gro­ßen“ vom Kon­zert­chor über einen extra ange­mie­te­ten Fuß­ball­platz im Sport­gar­ten Pau­li­ner Marsch. Waren es beim ers­ten Fuß­ball­nach­mit­tag im Sep­tem­ber 2018 immer­hin 20, kamen jetzt schon über 30 Jun­gen und junge Män­ner zum zwei­stün­di­gen Tur­nier. Die letzte Vier­tel­stunde war dem ulti­ma­ti­ven Spiel Män­ner gegen Kna­ben (+ Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser) vor­be­hal­ten, das die Kna­ben sou­ve­rän mit 3:1 gewan­nen. Aber sehr lang muss sich die Fuß­ball-Sehn­sucht der Jun­gen nicht gedul­den: In weni­gen Tagen geht es zum Pro­ben­wo­chen­ende nach Ver­den – mit Fuß­ball in jeder freien Minute.

Film­team von Radio Bre­men beim Kna­ben­chor 17.3.2019
Genau sechs Stun­den wur­den für die Film­auf­nah­men ein­ge­plant, um genü­gend Mate­rial für den heute ver­öf­fent­lich­ten Bei­trag in „bu­ten un bin­nen“ zur Ver­fü­gung zu haben. Nach Ein­bli­cken in die Pro­ben­ar­beit von Kur­rende IV und dem Kon­zert­chor, kamen neben einem Inter­view mit Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser auch noch ein­zelne Sän­ger zu Wort. Redak­teur Mathias Sie­bert freute sich auf „sehr, sehr viel Arbeit“, da nahezu jede Ein­stel­lung direkt sen­de­fä­hig gewe­sen sei. Und natür­lich wurde auch gleich über ein Fol­ge­pro­jekt gespro­chen …

Pro­ben­wo­chen­ende der Kur­rende I in Bad Zwi­sche­nahn 17.3.2019
Für fast alle der mit­rei­sen­den 17 Jun­gen wurde es die erste Chor­fahrt über­haupt. Und diese lie­ßen sich selbst von hart­nä­cki­gem Nie­sel­re­gen kein biss­chen ihrer guten Laune neh­men. In sehr inten­si­ven Pro­ben wurde das Pro­gramm für den Got­tes­dienst am 24.3.2019 erar­bei­tet, aber es blieb auch Zeit für Ein­zel- und Grup­pen­stimm­bil­dung, Noten­lehre-, Rhyth­mus- und Gehör­bil­dungs­übun­gen. Ganz wie bei den „Gro­ßen“ im Kon­zert­chor gab es Tisch­lie­der vor und nach den Mahl­zei­ten sowie einen Abend­se­gen vor dem Bett­gang. Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser knüpfte außer­dem an zwei Tra­di­tio­nen des Chor­grün­ders Harald Wolff an: Einen mor­gend­li­chen Wald­lauf um 7:30 Uhr für alle Früh­auf­ste­her (über die Hälfte war dabei) und „stille“ Mahl­zei­ten mit gleich­zei­ti­gem Vor­le­sen. Eine Sän­ger­mut­ter schrieb begeis­tert an den Chor­lei­ter: „Schön auch, dass Sie, Herr Kai­ser, mit den Jungs in der ´Mat­sche` Fuß­ball spie­len. Eine super Kom­bi­na­tion aus Arbeit, Sport, Gemein­schaft …“

„Kohl­fahrt“ der Män­ner­stim­men 4.3.2019
Bei uns wird GEMEINSCHAFT groß geschrie­ben. Und so wan­derte der 30-köp­fige Män­ner­chor am ver­gan­ge­nen Sams­tag nach einer sehr gelun­ge­nen Chor­ves­per von der Stadt­kir­che zum Gemein­de­zen­trum, wo bereits ein lecke­res Grün­koh­les­sen war­tete. Statt der sonst bei Kohl­fahr­ten übli­chen „Trink­pau­sen“ wurde wäh­rend des 75-minü­ti­gen Fuß­mar­sches an nahezu jeder Ampel ein Män­ner­chor­ge­sang ange­stimmt. Und gleich nach dem Nach­tisch ging es wei­ter. Ob welt­lich oder geist­lich, alt oder neu – Haupt­sa­che: Es wird gesun­gen. Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser im Anschluss: „Wir müs­sen drin­gend unser Reper­toire erwei­tern“.

Faschings­pro­ben bei den Kur­ren­den 28.2.2019
Auch an uns ging Fasching nicht vor­bei. Alle Kur­ren­den kamen in den Genuss, den “Zwil­lings­bru­der” von Herrn Kai­ser ken­nen zu ler­nen. Die­ser ist als Clown unter­wegs, weil er über­haupt nicht sin­gen kann … Und so gab es zwi­schen ein paar lus­ti­gen Lie­dern („Jetzt fahrn wir übern See, übern See, jetzt fahrn wir übern – “) auch noch Scho­ko­küsse und Saft. Ein biss­chen Spaß muss sein!

Amtsein­füh­rung von Ulrich Kai­ser 10.2.2019
In einem fei­er­li­chen Got­tes­dienst ist Ulrich Kai­ser in das Amt als Kan­tor und Lei­ter des Kna­ben­cho­res ein­ge­führt wor­den. Ers­ter Höhe­punkt waren die zahl­rei­chen Segens­worte von Pas­to­ren, Bau­her­ren, Chor­sän­gern, Eltern­ver­tre­tern, dem Kir­chen­vor­stand und den Kan­to­ren­kol­legIn­nen. Ulrich Kai­ser bedankte sich musi­ka­lisch und brachte mit „sei­nem“ Kna­ben­chor und dem Orche­s­ter Lau­date, Can­tate die Kan­tate „Je­sus nahm zu sich die Zwölfe“ von Johann Sebas­tian Bach zu Gehör. Spä­ter kün­digte er dem Kon­zert­chor eine wei­tere Auf­füh­rung die­ser Kan­tate in der Leip­zi­ger Tho­mas­kir­che an, was die Jun­gen mit Begeis­te­rung auf­nah­men. Im Anschluss an den Got­tes­dienst hat­ten end­lich auch die drei Kur­ren­den ihren großen Auf­tritt und gaben Kost­pro­ben aus ihrem aktu­el­len Reper­toire, bevor sie mit den Köst­lich­kei­ten des großen Buf­fets belohnt wur­den.

Der Kna­ben­chor geht auf Tal­ent­su­che in die Grund­schu­len 21.1.2019
Die ers­ten bei­den Ver­su­che im Herbst waren äußerst viel­ver­spre­chend. Nun wer­den im Früh­jahr etwa 50 ver­schie­dene Schul­klas­sen besucht. Ein aus­führ­li­cher Bericht folgt…

Neu­jahrs­emp­fang 16.1.2019
Mit sei­nem 1. Neu­jahrs­emp­fang hat der Kna­ben­chor eine neue Tra­di­tion begrün­det. Auf Ein­la­dung des Freun­des­krei­ses des Kna­ben­cho­res waren neben den Chor­sän­gern und deren Ver­wand­ten auch wei­tere Per­sön­lich­kei­ten in die Kir­che Unser Lie­ben Frauen gekom­men, um das neue Chor­jahr fei­er­lich zu eröff­nen. Die Jun­gen bedank­ten sich beim zahl­rei­chen Pub­li­kum mit musi­ka­li­schen Bei­trä­gen jeder ein­zel­nen For­ma­tion – von der neuen Kur­rende IV (3-6 Jahre), die ihren aller­ers­ten öffent­li­chen Auf­tritt hatte, bis zum Män­ner­chor. Beson­ders beein­dru­ckend war dabei nach Ansicht vie­ler Gäste, die kon­se­quente sän­ge­ri­sche Ent­wick­lung zwi­schen den ein­zel­nen Chor­grup­pen zu erle­ben. Zum Höhe­punkt wurde der gemein­same Gesang aller 120 Chor­kna­ben mit dem Kanon „Neues Jahr und neue Zeit“, bevor dann die Glä­ser klan­gen.