Chef am Boden

Aktuelles aus dem Choralltag

Viele ver­schie­dene Akti­vi­tä­ten und Erleb­nisse berei­chern den Chorall­tag. Hier ein paar Bei­spiele …

Fuß­ball statt Chor­ge­burts­tag 13. Sep­tem­ber 2020
Das spät­som­mer­li­che Wet­ter meinte es gut und so wurde kurz­fris­tig zum Fuß­ball­tur­nier in den Sport­gar­ten ein­ge­la­den. „End­lich wie­der kicken“, wer­den etli­che der 30 Kon­zert­chor-Jun­gen gedacht haben, als die mit Span­nung erwar­te­ten Mann­schafts­auf­stel­lun­gen ver­le­sen wur­den. Dann ging‘s end­lich los und der Schieds­rich­ter (Tenor) bekam Lan­ge­weile, da fast alle Regel­wid­rig­kei­ten frei­wil­lig zuge­ge­ben wur­den. Auch der Chor­lei­ter stürmte mit (bis seine Kräfte dann doch spür­bar nachlie­ßen). Nach dem Schluss­pfiff gab es eine schöne Über­ra­schung, denn der zum 75. Kna­ben­chor­ge­burts­tag vom Freun­des­kreis gestif­tete Wan­der-Pokal reichte in Größe an Cham­pi­ons-League-Niveau heran. Und viel zu schnell waren die zwei Stun­den vor­bei…

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Eis, Eis, Eis und Eis … 15. Juli 2020
„Ge­hen wir vor den Som­mer­fe­rien wie­der Eis essen?“ Na klar! Wie im letz­ten Jahr! Aber die­ses Mal dann doch ein biss­chen anders…
Und so gab es zwar kei­nen gemein­sa­men Spa­zier­gang aller Chor­sän­ger an die Schlachte, aber auf die begehrte Köst­lich­keit musste den­noch kei­ner ver­zich­ten: Lecke­res Eis von „Fiev Sinn“ stand auf der Spei­se­karte. Weil jede Chor­gruppe dabei unter sich blieb, musste der Chor­lei­ter ziem­lich viele Por­tio­nen ver­drücken, am letz­ten Tag angeb­lich vier …

Eisessen 2020 – Lecke­res Eis von „Fiev Sinn“

Ers­ter Auf­tritt des Kapell­cho­res 10. Juli 2020
Am Frei­tag war es soweit: Nach vier Mona­ten Stille erklang in der Kir­che erst­mals wie­der mehr­stim­mi­ger Kna­ben­chor­ge­sang – end­lich!

Drei Soprane und jeweils zwei Sän­ger aus Alt, Tenor und Bass san­gen als kleine Aus­wahl des neu ent­stan­de­nen Kapell­cho­res, der eigent­lich über Pfings­ten auf eine Bene­fiz-Kon­zert­reise durch die Dorf­kir­chen Meck­len­burg-Vor­pom­merns gehen sollte.

Geprobt wur­den Chor­werke aus dem 17. Jahr­hun­dert von Hein­rich Schütz und Wil­liam Byrd: Zeit­lose Musik, wel­che die Jun­gen zur Begeis­te­rung zahl­rei­cher Kir­chen­be­su­cher akri­bisch in Into­na­tion und Gestal­tung aus­feil­ten. Schließ­lich soll beim ers­ten Auf­tritt am Sonn­tag im Got­tes­dienst alles klap­pen…

Kapellchor –

Auch die Pause gehört zur Musik …
„Kna­ben­chor“ bedeu­tet für uns nicht nur, Freude am Sin­gen zu haben, son­dern auch am gemein­sa­men Sin­gen mit vie­len ande­ren Jun­gen. Das ist im Moment ziem­lich kom­pli­ziert. Zum Glück gibt es bei uns kos­ten­lose Ein­zel­stimm­bil­dung, wel­che die Jun­gen ab der 2. Grund­schul­klasse erhal­ten. Das ersetzt zwar nicht unsere wun­der­bare Gemein­schaft,
… aber gar nicht zu sin­gen, ist auch keine Lösung!

Wir freuen uns auf Dich! Infos bekommst Du unter Tele­fon 0421–330 31 11

„Wie viele Ehe­ma­lige haben wir eigent­lich?“ 20. Mai 2020
Wenn ein Chor weder pro­ben noch auf­tre­ten kann, ent­steht unver­hofft Zeit für Dinge, die im All­tags­ge­schäft häu­fig zu kurz kom­men. Und als klar war, dass der 75. Geburts­tag des Kna­ben­cho­res im Sep­tem­ber die­ses Jah­res nicht wie geplant gefei­ert wer­den kann, ent­stand die Idee, statt­des­sen noch viel grö­ßere Pläne für das kom­mende Jahr zu schmie­den.
Die neue Mit­ar­bei­te­rin im Kna­ben­chor­büro, Luise Peters, hatte sich gleich zu Beginn ihrer Tätig­keit mit großem Eifer und Erfolg auf die Suche nach ehe­ma­li­gen Chor­sän­gern gemacht, Dateien ver­gli­chen und stau­bige Akten­ord­ner gewälzt. Ziel war und ist, mit einer mög­lichst lücken­lo­sen Ehe­ma­li­gen­liste in die Pla­nun­gen des Chor­ju­bi­lä­ums „75+1“ zu gehen. Und schon jetzt sind aus 450 bekann­ten Chor­sän­gern, die irgend­wann aus den Män­ner­stim­men aus­ge­schie­den sind, bei­nahe 850 gewor­den. Ten­denz wei­ter stei­gend…
Wich­ti­ges Hilfs­mit­tel dabei: Zeit­zeu­gen! Von den Jun­gen, die im Herbst 1945 zu den ers­ten Pro­ben des Kna­ben­cho­res kamen bis zum heu­ti­gen „5er-Rat“: Viele sind gut ver­netzt und (noch) immer mit großer Lei­den­schaft dabei. Und so wurde am Vora­bend des „Män­ner­ta­ges“ bei Pizza – und mit genü­gend Abstand! – die Liste um zahl­rei­che ehe­ma­lige Chor­kna­ben und Kon­takt­mög­lich­kei­ten erwei­tert.

Wird also die Kir­che Unser Lie­ben Frauen mit ihren 660 Plät­zen im Sep­tem­ber 2021 für ein gan­zes Woche­n­ende zur rei­nen Kna­ben­chor­kir­che?

Archiv –

Unsere Leip­zig-Reise 12. bis 15. März 2020
Die Vor­freude war groß: „Wir fah­ren nach Leip­zig.“ Nach Leip­zig! Mit Bach-Kan­tate in der Tho­mas­kir­che!!! Die Umstände waren unge­wohnt: Ein Virus war im Anmarsch. Wer würde schnel­ler sein? In die­sem Fall war das Glück mit den Muti­gen / den Ent­schlos­se­nen, denn es wurde eine wun­der­bare, erleb­nis­rei­che Reise in einer beson­de­ren Zeit.

Leipzig-Reise –

Frei­tags-Motette in der Tho­mas­kir­che zu Leip­zig
Der Frei­tag begann mit einer Füh­rung durch die Tho­mas­kir­che. Wer bei den anschlie­ßen­den Pro­ben nicht außer Atem kam, tat dies spä­tes­tens bei den (gefühlt) unzäh­li­gen Stu­fen des impo­san­ten Völ­ker­schlacht-Denk­mals. Dort erfuhr der Chor: Der Nach­hall sollte angeb­lich 8 Sekun­den wäh­ren. Das musste unbe­dingt mit Hilfe des „Ave Maria“ von Bruck­ner nach­ge­prüft wer­den. Mit weni­ger Nach­hall, aber zur Freude aller, durfte die Abend­mo­tette in der Tho­mas­kir­che vor ca. 100 begeis­ter­ten Zuhö­rern gesun­gen wer­den. Da mehr Pub­li­kum nicht erlaubt war, muss­ten viele Besu­cher, die gedul­dig in der lan­gen Schlange vor der Tho­mas­kir­che ange­stan­den hat­ten, ent­täuscht umkeh­ren.

Leipzig-Reise –

Sams­tags-Motette mit Bach­kan­tate
Höhe­punkt des Sams­ta­ges und Anlass der gesam­ten Reise war die Auf­füh­rung der Bach-Kan­tate 131 „Aus der Tie­fen rufe ich, Herr, zu dir“ – genau an der Stelle, an der einst so viele der groß­ar­tigs­ten Chor­werke Bachs zum ers­ten Mal erk­lun­gen sind. Was für ein Erleb­nis! Durch eine mit­rei­ßende Auf­füh­rung gera­dezu eupho­ri­siert, wurde ohne Pause wei­ter musi­ziert. Nach einem gemein­sa­men Sin­gen mit einer Gruppe des MDR Kin­der­cho­res erwie­sen die Jun­gen an der Grab­platte des Tho­mas­kan­tors dem Meis­ter mit eini­gen Cho­rä­len die Ehre.
Als die Nach­richt ein­traf, dass das Bach-Museum nicht mehr geöff­net hat, wurde kur­zer­hand umdis­po­niert: Bei schöns­tem Wet­ter ging es 31. Stock­werke nach oben auf die Aus­sichts­platt­form des Pan­orama Towers.

Leipzig-Reise –

Nach Johann Sebas­tian kommt Felix …
Nach dem Got­tes­dienst am Sonn­tag­mor­gen wur­den Noten und Chor­klei­dung (cho­rin­tern: „Pel­len“) rasch im Bus ver­staut, denn im Anschluss an ein lecke­res Mit­ta­ges­sen war­tete auch noch der Besuch des Men­dels­sohn-Hau­ses. Beein­druckt wan­del­ten die Jun­gen auf den Spu­ren von Felix, san­gen im Salon eine sei­ner schöns­ten Motet­ten und pro­bier­ten lei­den­schaft­lich den Diri­gier­si­mu­la­tor im Effek­to­rium aus. Da zeig­ten sich unter den Chor­sän­gern doch gleich meh­rere begabte Nach­wuchs­di­ri­gen­ten. Wäh­rend der Rück­fahrt wur­den Trä­nen gese­hen. Denn zurück in Bre­men, begann die unver­meid­li­che Chor­pause …

Leipzig-Reise –

“Und trotz­dem Ja zum Leben sagen” 28. Januar 2020
Kaum war die zweite Pro­ben­wo­che des neuen Jah­res vor­bei, hieß es schon wie­der: Rein in den Bus und ab zum Pro­ben­wo­chen­ende – erst­ma­lig mit Vechta auf der Ziel­scheibe. Der Pro­ben­plan stand im Zei­chen des Geden­kens um den 27. Januar, an dem sich die Befrei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Ausch­witz zum 75. Mal jährte.

Das „Bu­chen­wald-Lied“, von den Gefan­ge­nen des gleich­na­mi­gen KZs zur Auf­recht­er­hal­tung ihres inne­ren Wider­stan­des gesun­gen und Rudolf Mau­ers­ber­gers „Wie liegt die Stadt so wüst“, kom­po­niert vom Kreuz­kan­tor unter dem Ein­druck des im Februar 1945 völ­lig zer­stör­ten Dres­dens, reg­ten zu vie­len nach­denk­li­chen Gesprä­chen zwi­schen den Jun­gen an. Auch die bei­den Neu­ein­stu­die­run­gen von Chor­wer­ken in hebräi­scher Spra­che beein­druck­ten die Chor­sän­ger.

Nach inten­si­ven und emo­tio­na­len Pro­ben ging es schließ­lich in drei Ver­an­stal­tun­gen an die Öffent­lich­keit: Den Rah­men bil­de­ten die zen­trale Gedenk­ver­an­stal­tung des Bre­mer Senats in der Obe­ren Rat­haus­halle vor Poli­ti­kern und inter­na­tio­na­len Gäs­ten sowie eine Andacht der Bre­mi­schen Evan­ge­li­schen Kir­che mit Schrift­füh­rer Bernd Kusch­ne­rus in Unser Lie­ben Frauen.
Die Gedenk­ves­per des Kna­ben­cho­res stand unter der Über­schrift eines Zita­tes aus dem Buchen­wald-Lied: „Und trotz­dem Ja zum Leben sagen“. Im Geden­ken an alle Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus wur­den – anstelle der tra­di­tio­nel­len Ves­per­ord­nung – durch Ulrich Kai­ser vor­ge­tra­gene Hin­ter­grund­be­richte, Schick­sale von Auto­ren und Kom­po­nis­ten sowie per­sön­li­che Erfah­run­gen mit dem ein­fühl­sa­men Gesang des Kna­ben­cho­res ver­wo­ben. Am Schluss: ergrif­fene Stil­le…

„Neues Jahr und neue Zeit …“ 16. Januar 2020
… klang es viel­stim­mig durch die Kir­che – Kna­ben­chor und Freun­des­kreis hat­ten gemein­sam zum tra­di­tio­nel­len Neu­jahrs­emp­fang ein­ge­la­den.
Zu den zahl­rei­chen Gäs­ten gehör­ten Freunde, För­de­rer, Mit­ar­bei­ter, Gemein­de­mit­glie­der, ehe­ma­lige Sän­ger und Chor­el­tern, die fas­zi­niert lausch­ten, wel­che ziel­stre­bige Ent­wick­lung die Kna­ben­stim­men von Kur­rende 3 (ab dem 4. Lebens­jahr) bis zum Män­ner­chor durch die anspruchs­volle Aus­bil­dung im Kna­ben­chor erfah­ren.
Ambi­tio­niert sind auch die Ziele des Freun­des­krei­ses: Der stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende, Mar­tin Fran­zius, prä­sen­tierte das „Pro­jekt 75+“. Bis zum 75. Geburts­tag des Kna­ben­cho­res im Sep­tem­ber die­ses Jah­res möchte der Freun­des­kreis min­des­tens 75 neue Mit­glie­der auf­neh­men und somit die 400-er Hürde knacken.
Weit mehr als 400 mal wurde auf das neue Jahr mit sei­nen vie­len bevor­ste­hen­den Ereig­nis­sen ange­sto­ßen: Ves­pern, Fest­got­tes­dienste, Kon­zerte, Jubi­läen, Rei­sen…

Neujahrsempfang –

Fuß­ball­power mit Ehe­ma­li­gen 28. Dezem­ber 2019
„Le­bens­lang Grün-Weiß!“… Die­ser Slo­gan könnte auch vom Kna­ben­chor Unser Lie­ben Frauen stam­men, denn zwi­schen akti­ven und ehe­ma­li­gen Sän­gern besteht eine beson­dere Ver­bin­dung.
Und diese will gepflegt wer­den! Nicht nur durch gemein­same Chor­auf­tritte wie zum Chor­ge­burts­tag oder in der Christ­nacht, son­dern auch durch eher „un­mu­si­ka­li­sche“ Events: Also traf man sich zwi­schen den Jah­ren bei Soc­cer­king, der größ­ten Indoor-Fuß­ball-Halle Bre­mens, zum Kicken. Für die in alle Him­mels­rich­tun­gen ver­streu­ten Ehe­ma­li­gen, die es über Weih­nach­ten in ihre Hei­mat­stadt zu ihren Fami­lien zieht, war es eine kleine Zeit­reise, denn gespielt wurde genauso fair und enga­giert „wie frü­her“ auf den Chor­frei­zei­ten. Fazit der andert­halb Stun­den Power-Fuß­ball: Gerne wie­der!

Ehemaligen Fussball –

Das Christ­kind kam auch bei uns vor­bei 25. Dezem­ber 2019
An Hei­ligabend schaute das Christ­kind im Anschluss an die Ves­pern auch beim Kna­ben­chor vor­bei und beschenkte die über­rasch­ten Jungs mit exklu­siv pro­du­zier­ten Kna­ben­chor-Trink­fla­schen. Diese fan­den ganz sicher einen Ehren­platz unterm Weih­nachts­baum.
Und jetzt heißt es: Auch die Pause gehört zur Musik! – Frohe Weih­nach­ten!!!

Weihnachtsgeschenk –

Lange War­te­schlan­gen sind eine echte Beloh­nung 23. Dezem­ber 2019
Viel Zeit blieb den Jun­gen nach den mit­rei­ßen­den Auf­füh­run­gen des Weih­nachtso­ra­to­ri­ums nicht, dafür wur­den sie mit umso län­ge­ren War­te­schlan­gen vor der Kir­che belohnt…
Zurück­bli­ckend gehö­ren die Kon­zerte am vier­ten Advents­wo­chen­ende zwei­fel­los zu den abso­lu­ten Höhe­punk­ten des Kon­zert­jah­res 2019. Weih­nacht­li­che Lie­der und Motet­ten aus dem 11. bis 20. Jahr­hun­dert ver­ban­den sich durch impro­vi­sierte Orgel­zwi­schen­spiele in einer nur von Ker­zen erleuch­te­ten Kir­che zu einem ein­zi­gen, stim­mungs­vol­len Chor­werk.
Am Sonn­tag ging es dann auf der anschlie­ßen­den Weih­nachts­feier, zu der sich neben vie­len Chor­el­tern auch etli­che ehe­ma­lige Kna­ben­chör­ler gesell­ten, in mehr­fa­cher Hin­sicht musi­ka­lisch wei­ter: Zwi­schen Glüh­wein, Punsch und Honig­ku­chen ist immer Platz für einen Män­ner­chor­ge­sang – und die neue Blue­tooth-Box sollte auch noch zei­gen, was in ihr steckt (aller­dings mit einer eher alter­na­ti­ven Play­list…).

Mini-Kon­zert der Kur­rende III 16. Dezem­ber 2019
Zehn Lie­der („so viele, wie Fin­ger an zwei Hän­den sind“) hat­ten die Jungs im Alter zwi­schen 3 und 5 Jah­ren vor­be­rei­tet. Aber nicht nur die Sän­ger waren ganz schön auf­ge­regt: Mit erhöh­tem Puls lausch­ten auch Eltern und Gro­ß­el­tern den Win­ter-, Advents- und Weih­nachts­lie­dern, die vol­ler Begeis­te­rung vor­ge­tra­gen wur­den. Auch eine lus­tige Über­ra­schung war dabei, als beim Schluss­ton von „Schnee­flöck­chen, Weiß­röck­chen“ plötz­lich Schnee­bälle durch die Luft saus­ten. Bei Leb­ku­chen, Punsch und Apfel­schorle wurde noch lange wei­ter­ge­fei­ert und zur großen Freude des Kna­ben­chor­nach­wuch­ses über­reich­ten Elias und Jakob, die „Gro­ßen“ aus dem Kon­zert­chor, jedem der stau­nen­den Jun­gen ein Weih­nachts­ge­schenk des Cho­res. Was da wohl drin war? Natür­lich schöne und zugleich anspruchs­volle Musik für Kin­der (die es in die­ser ein­zig­ar­ti­gen Form wohl nur bei der Edi­tion Seei­gel gibt).

Minikonzert –

Weih­nachtso­ra­to­rium 15. Dezem­ber 2019
Das Woche­n­ende stand ganz im Zei­chen von Johann Sebas­tian Bachs Weih­nachtso­ra­to­rium:
Kir­che zwei­mal aus­ver­kauft* – Chor, Orche­s­ter und Solis­ten in abso­lu­ter Höchst­form – Stan­ding Ova­ti­ons im Pub­li­kum!
Und der Chor­lei­ter? War ein­fach nur stolz auf seine Jungs…
*Wer hätte gedacht, dass die letz­ten Rest­kar­ten für Sonn­tag von zahl­rei­chen begeis­ter­ten Sams­tags­be­su­chern ergat­tert wur­den?

„Ka­rus­sell oder Rie­sen­rad oder Happy Sai­lor? Schmalz­ku­chen in jedem Fall!“
12. Dezem­ber 2019
Schwie­rige Ent­schei­dun­gen galt es zu tref­fen beim Gang über den Bre­mer Weih­nachts­markt zwi­schen Dom und Unser Lie­ben Frauen. Zwei Dut­zend Jun­gen der Kur­ren­den I und II schlän­gel­ten sich gedul­dig durch die Men­schen­mas­sen, fuh­ren brav im Kreis (wenige), wink­ten aus höchs­ter Höhe (schon mehr) oder über­re­de­ten ihren Chor­lei­ter zu einer wil­den Fahrt im Happy Sai­lor (die meis­ten). Gesun­gen wurde natür­lich auch – zur Freude der zahl­rei­chen Weih­nachts­markt­be­su­cher. Und zum Abschluss gab es eine große Por­tion Schmalz­ku­chen, die in Win­deseile ver­speist wurde.

Weihnachtsmarkt –

Kur­rende-Sin­gen 8. Dezem­ber 2019
Ein letz­ter prü­fen­der Blick: Steckt das Hemd auch wirk­lich in der Hose? Ist die Weste rich­tig geknöpft? Viel Zeit für Auf­re­gung blieb den 24 Jun­gen der Kur­rende I aber nicht, nach­dem sie die voll­be­setzte Kir­che vom Chri­sto­pho­rus-Saal aus bestaunt hat­ten.
Auf dem Pro­gramm des Kur­rende-Sin­gens stan­den Advents- und Weih­nachts­lie­der zum Lau­schen und Mit­sin­gen – und so lausch­ten die vie­len klei­nen und großen Kon­zert­be­su­cher den akri­bisch geprob­ten Lie­dern des Cho­res und san­gen bei „Toch­ter Zion“ und „Oh, du fröh­li­che“ umso kräf­ti­ger mit.
Etli­che Kin­der der Gemeinde waren dem per­sön­li­chen Ein­la­dungs­brief Ulrich Kai­sers gefolgt, bela­ger­ten die vor­de­ren Ban­krei­hen und stell­ten mit spon­ta­nen Lied­wün­schen die Text­si­cher­heit von Chor und Chor­lei­ter auf die Probe. Nach dem lan­gan­hal­ten­den, kräf­ti­gen Applaus genos­sen die Jun­gen noch eine stim­mungs­volle Weih­nachts­feier mit Pfef­fer­ku­chen, Punsch und Wich­teln.

Kurrende-Singen –

Advents­be­such im Senio­ren­heim 3. Dezem­ber 2019
„… und – haben Sie Lust auf was Neues?“, lau­tete die Frage des Chor­lei­ters nach­dem die letz­ten Töne von „Ich steh an dei­ner Krip­pen hier“ ver­k­lun­gen waren. Das fol­gende „Dei­lig er Jor­den“ aus Nor­we­gen kannte tat­säch­lich noch nie­mand und so war die Freude über neue und alt­be­kannte Weih­nachts­lie­der unter den Bewoh­nern der Stif­tungs­re­si­denz Riens­berg rie­sen­groß.
Fast 90 Minu­ten lang zogen 24 Sän­ger des Kon­zert­cho­res von Sta­tion zu Sta­tion und brach­ten weih­nacht­li­che Musik zu all denen, denen der Weg in die Kir­che zu weit ist. Aber auch die Jun­gen blie­ben nicht unbe­ein­druckt, konn­ten sie doch erah­nen, wel­che glück­li­chen Erin­ne­run­gen sie hin­ter den leuch­ten­den Augen geweckt hat­ten…

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Mehr Zeit­reise geht nicht 1. Novem­ber 2019
Um 15:30 wühl­ten etli­che Tou­ris­ten hek­tisch nach Ihren Kame­ras, als unsere 65 Chor­kna­ben – wie auch im Refor­ma­ti­ons­jahr 1517 üblich – im schwarz-wei­ßen Chor­ge­wand durch die Innen­stadt Bre­mens zogen. Keine drei Stun­den spä­ter wur­den die­sel­ben Jun­gen zu belieb­ten Tanz­part­nern, nach­dem die erste gemein­same Party mit der Mäd­chen­kan­to­rei des Bre­mer Dom volle Fahrt auf­ge­nom­men hatte (wobei man natür­lich die aller­neus­ten Pop­songs auf­legte). Und dazwi­schen wurde unter Orgel­be­glei­tung von Dom­kan­tor Tobias Gra­ven­horst der Fest­got­tes­dienst zum Refor­ma­ti­ons­tag mit klang­vol­ler eng­li­scher Kathe­dral­mu­sik von Charles Stan­ford aus dem 19. Jahr­hun­dert aus­ge­füllt.

Reform-Party –

Das Buf­fet war fan­ta­stica … und ich habe mir ordent­lich auf den Tel­ler geschau­felt.
14. Okto­ber 2019
Diese und viele wei­tere Wür­di­gun­gen der Mahl­zei­ten fan­den Ein­gang in das Rei­se­ta­ge­buch der Chor­sän­ger. Aber zum Glück war die Kon­zert­tour­nee nach Schwe­den und Nor­we­gen vom 5. bis 12. Okto­ber nicht nur in kuli­na­ri­schem Sinne ein großer Erfolg: Vor allem die vier A-cap­pella-Kon­zerte in Göte­borg, Dram­men, Bil­ling­s­tad und Oslo wur­den zu musi­ka­li­schen High­lights die­ses Jah­res. Bei zwei Begeg­nun­gen mit nor­we­gi­schen Kna­ben­chö­ren konn­ten die Jun­gen ihre Eng­lisch­kennt­nisse tes­ten und der hohe Erleb­nis­fak­tor war durch die bei­den Über­nach­tungs­fahr­ten auf der Stena- und Color­line von vorn­her­ein gesi­chert. Mit im Gepäck: Die vol­ler Stolz getra­ge­nen nagel­neuen Chor­hoo­dies und „Dei­lig er jor­den“, das zur Begeis­te­rung der Nor­we­ger bestimmt zwei Dut­zend Mal ange­stimmt wurde. Wie stark Kon­zert­rei­sen den Chor musi­ka­lisch und mensch­lich ver­bin­den, war den Jun­gen dann kurz nach der Rück­kehr anzu­se­hen und (beim Ständ­chen für die Eltern in Unser Lie­ben Frauen) auch anzu­hö­ren. Und schon fie­bern sie der nächs­ten Reise ent­ge­gen …

Reise –

Herbst­sturm in See­ber­gen 30. Sep­tem­ber 2019
Auch die Kur­rende I wollte Ihren ers­ten Auf­tritt im neuen Schul­jahr (Got­tes­dienst zum Ern­te­dank­fest) in best­mög­li­cher Qua­li­tät ablie­fern. Und so leg­ten die Jun­gen – zusätz­lich zu den bei­den wöchent­li­chen Pro­ben – noch einen wei­te­ren Pro­ben­tag in der gemein­de­ei­ge­nen See­ber­ge­ner „Scheune“ ein. Diese bie­tet, anders als der Pro­ben­ort in der Innen­stadt­kir­che, auch eine tolle Außen­an­lage zum Spie­len und Toben. Und so wech­sel­ten sich „Wir pflü­gen und wir streuen“, Wald­fuß­ball und „Al­ler Augen war­ten auf dich, Herre“ mit Spaghet­ties­sen, „Dan­ket dem Her­ren“ und der gna­den­lo­sen Erstür­mung des Wach­tur­mes ab.

Seebergen –

Geburts­tag des Cho­res 15. Sep­tem­ber 2019
„Happy bir­th­day!“ hieß es am 14. Sep­tem­ber, denn auf den Tag genau vor 74 Jah­ren kam das erste Mal eine Hand­voll Jun­gen zusam­men, um unter der Lei­tung von Kan­tor Harald Wolff gemein­sam zu sin­gen – Der Kna­ben­chor Unser Lie­ben Frauen war gebo­ren. Und so lud der Kon­zert­chor auch in die­sem Jahr zu sei­ner tra­di­tio­nel­len Chor­ves­per mit anschlie­ßen­der Geburts­tags­feier ein. Etli­che ehe­ma­lige Sän­ger, dar­un­ter auch ein Grün­dungs­mit­glied, lie­ßen es sich nicht neh­men, „ih­ren“ Chor bei eini­gen Stücken zu ver­stär­ken. Fest­li­che Chor­werke der Roman­tik erklan­gen in der voll­be­setz­ten Kir­che, dar­un­ter „Un­ser lie­ben Frauen Traum“ von Max Reger, „Ave Maria“ von Anton Bruck­ner sowie „Jauch­zet dem Herrn, alle Welt“ von Felix Men­dels­sohn Bar­tholdy.

Im Anschluss wurde im Chri­sto­pho­rus-Saal musi­ka­lisch und kuli­na­risch wei­ter gefei­ert. Dabei gab es – wie es sich für einen rich­ti­gen Geburts­tag gehört – auch große (kräf­tige Blue­tooth-Box) und kleine (lecke­res „Aaaaaais“) Geschenke. Und schon lau­fen die Pla­nun­gen für das große Jubi­läum im nächs­ten Jahr auf Hoch­tou­ren…

Klang­voll-nach­denk­li­cher Sai­sonauf­takt 19. August 2019
Nach einer inten­si­ven Pro­ben­wo­che in Mep­pen gaben die Jun­gen bereits am 2. Schul­tag ihr „Sai­son­de­but“ in Unser Lie­ben Frauen. Im tra­di­tio­nel­len Orgel­punkt prä­sen­tierte sich der Chor in einer nahezu voll­be­set­zen Kir­che mit Neu­ein­stu­die­run­gen großer ach­stim­mi­ger A-cap­pella-Werke der Roman­tik, wie Anton Bruck­ners „Ave Maria“ und „Jauch­zet dem Herrn, alle Welt“ von Felix Men­dels­sohn Bar­tholdy. Schon am nächs­ten Tag hieß es wie­der: pro­ben … pro­ben … pro­ben – jetzt aber gemein­sam mit dem Orche­s­ter „Lau­date, Can­tate“ – denn die Bach-Kan­tate „Aus der Tie­fen, rufe ich, Herr, zu dir“ stand im Zen­trum des sonn­täg­li­chen Gedenk­got­tes­diens­tes zur Zer­stö­rung des Bre­mer Wes­tens vor 75 Jah­ren. Erst­ma­lig wur­den alle Solo­par­tien aus den Rei­hen des Kna­ben­cho­res besetzt, wie es auch bei Johann Sebas­tian Bach üblich war. Um aktu­elle Ton­auf­nah­men und pro­fes­sio­nelle Fotos brauchte sich Bach noch keine Sor­gen zu machen. Da das heute anders wäre, wurde die Kan­tate von Ton­tech­ni­ker Mar­tin Howie auf­ge­zeich­net und gleich­zei­tig von der Empore aus gefilmt. Foto­graph Michael Bley fing mit sei­ner Kamera nicht nur viele ganz beson­dere Momente wäh­rend des Got­tes­diens­tes ein, son­dern sorgte auch für beste Stim­mung, als im Anschluss wei­tere Fotos für Home­page, Flyer und all­ge­meine Öffent­lich­keits­ar­beit ent­stan­den – natür­lich in mehr­stün­di­ger Fein­ar­beit. Nun war­ten alle gespannt auf die Ergeb­nis­se…

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So ganz ohne Kna­ben­chor geht es zum Glück auch in den Som­mer­fe­rien nicht 14. August 2019
… und so mach­ten sich am 7. August die 73 Jun­gen des Kon­zert­cho­res (dar­un­ter 9 auf­ge­regte „No­vi­zen“) auf den Weg zur Jugend­her­berge nach Mep­pen. Natür­lich wurde jeden Tag inten­siv geprobt: Außer der anspruchs­vol­len Bach-Kan­tate „Aus der Tie­fen rufe ich, Herr, zu dir“ stan­den noch wei­tere A-cap­pella-Werke für die Geburts­tags-Chor­ves­per im Sep­tem­ber und die Kon­zert­reise nach Schwe­den / Nor­we­gen im Okto­ber auf dem Pro­ben­plan. Und schließ­lich wur­den – zur beson­de­ren Freude der Jun­gen – auch die Noten von Bachs Weih­nachtso­ra­to­rium auf­ge­schla­gen.
Da Han­dys wie immer zu Hause blie­ben, ver­brachte man die Frei­zeit auf tra­di­tio­nelle Art und Weise: Die einen lern­ten für eine „Na­mens­runde“ (= Ansa­gen aller Chor­sän­ger­na­men in der Probe), andere bevor­zug­ten Kar­ten­spiel oder Stau­damm­bau. Vor allem aber ging es um Fuß­ball – sowohl aktiv (Tur­nier mit 16 Mann­schaf­ten) als auch pas­siv (Pub­lic Vie­wing des Pokal­spiels Wer­der Bre­men gegen Atlas Del­men­horst). Der tol­len Stim­mung unter den Jun­gen konnte beim gemein­sa­men Eis-Essen am letz­ten Abend auch der strö­mende Regen nichts anha­ben.
Zurück in der Bre­mer Wacht­straße wur­den natür­lich gleich wie­der die Stimm­bän­der getes­tet – mit Motet­ten von Felix Men­dels­sohn Bar­tholdy zur Begrü­ßung der Eltern.

Meppen 2019 –

Klang­voll-schmack­haf­ter Sai­son-Abschluss 7. Juli 2019
In sei­ner Begrü­ßung räumte Ulrich Kai­ser augen­zwin­kernd ein, dass er sich zwar vor sei­nem Bewer­bungs­ge­spräch auf die Bre­mer Kom­po­nis­ten­land­schaft vor­be­rei­tet hatte („sehr über­schau­bar“), jedoch nicht auf unmit­tel­bar bevor­ste­hende Mär­chen­ju­bi­läen. So musste ihm der pure Zufall zu Hilfe eilen, als er erst vor weni­gen Mona­ten vom 200. Geburts­tag der Bre­mer Stadt­mu­si­kan­ten erfuhr. Zum Glück war das tra­di­tio­nelle Som­mer­kon­zert bereits für den Vora­bend ter­mi­niert, aber die Pro­gram­mi­dee fehlte noch. Eine Kan­tate „Die Bre­mer Stadt­mu­si­kan­ten“ stand schon lange im Regal, kom­po­niert von dem 1986 ver­stor­be­nen Bre­mer Kom­po­nis­ten und Chor­lei­ter Gün­ther Kretz­schmar. Ein Zufall kommt sel­ten allein…
Wegen der großen Nach­frage wur­den es gleich zwei Kon­zerte hin­ter­ein­an­der, die die drei Kur­ren­den und der Kon­zert­chor, beglei­tet von der Cap­pella Bre­men­sis, gaben. Dabei stell­ten viele Jun­gen der Kur­rende I ihre solis­ti­schen Fähig­kei­ten unter Beweis, der Kon­zert­chor-Sopran Linus von Bar­gen glänzte als Erzäh­ler. Bei der zwei­ten Auf­füh­rung kam es zu hohem Besuch: Diet­rich Kretz­schmar, Sohn des Kom­po­nis­ten, gehörte mit sei­ner Fami­lie zu den Ehren­gäs­ten.
Für zwei Mal „stan­ding ova­ti­ons“ gab es dann am nächs­ten Tag beim klei­nen Cho­r­aus­flug an die Schlachte für jeden Sän­ger zwei leckere Kugeln Eis. Aber auch Erd­beere und Strac­cia­tella hiel­ten die Sän­ger des Kon­zert­cho­res nicht davon ab, in der Fuß­gän­ger­zone vehe­ment ihre neueste Lieb­lings­mo­tette „Herr Gott, du bist unsre Zuf­lucht für und für“ von Felix Men­dels­sohn Bar­tholdy ein­zu­for­dern. Doch nun heißt es: Auch die Pause gehört zur Musik …

Eisessen_2019 –

Besuch aus Trond­heim stei­gert Vor­freude auf Kon­zert­reise im Herbst 27. Juni 2019
„Jauch­zet dem Herrn, alle Welt“ schallt es stimm­ge­wal­tig durch Unser Lie­ben Frauen: Nach 64 Jah­ren haben der Kna­ben­chor der Nida­ro­s­ka­the­drale aus dem nor­we­gi­schen Trond­heim und unser Kna­ben­chor wie­der ein gemein­sa­mes Kon­zert in Unser Lie­ben Frauen gege­ben. Die bei­den Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser und Bjørn Moe haben dafür ein künst­le­risch span­nen­des und viel­sei­ti­ges Pro­gramm zusam­men­ge­stellt. So domi­nier­ten im Noten­kof­fer der Trond­hei­mer mit Knut Nys­tedt, Alfred Paul­sen u.a. Chor­werke aus ihrem Hei­mat­land. Unsere Bre­mer Kna­ben prä­sen­tier­ten sich mit über­wie­gend deut­schen Kom­po­si­tio­nen von Johann Sebas­tian Bach, Diet­rich Bux­te­hude und Hein­rich Schütz. Die Reso­nanz aus der voll­be­set­zen Kir­che war für alle Sän­ger über­wäl­ti­gend. Anschlie­ßend lie­ßen die Jun­gen den Abend bei einer gemein­sa­men Feier aus­klin­gen.
(Natür­lich kur­sierte auch unter den Chor­sän­gern die leise Frage: Was unter­schei­det, was ver­bin­det unsere Chöre? Ins­be­son­dere die letzte Frage war ganz leicht zu beant­wor­ten: leben­dige Tra­di­ti­ons­pflege, hoher Anspruch an musi­ka­li­sche Qua­li­tät, inten­si­ves Gemein­schafts­ge­fühl.)
Am Tag dar­auf reis­ten die Gäste aus Trond­heim wei­ter zum Neuen Kna­ben­chor Ham­burg, den Ulrich Kai­ser von 2003 bis 2011 gelei­tet hatte. Unsere Kna­ben fuh­ren gleich­zei­tig nach Bre­mer­ha­ven, wo sie in der Gro­ßen Kir­che ein kom­plett aus­wen­dig gesun­ge­nes, 80-minü­ti­ges Kon­zert gaben. Lei­der war der Besuch mit ca. 100 Besu­chern nicht ganz so über­wäl­ti­gend, aber Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser hatte vor dem Ein­zug noch einen auf­mun­tern­den Spruch aus sei­ner Ham­bur­ger Zeit parat: „Macht nichts, je weni­ger Zuhö­rer, desto bes­ser die Akus­tik“.

Trondheim-ULF Knaben –

Ein gan­zes Woche­n­ende „Kan­tate“ 20. Mai 2019
„Wer singt, betet dop­pelt“ erklärte im 4. Jahr­hun­dert der hei­lige Augus­ti­nus. Wel­cher Sonn­tag eig­net sich dafür bes­ser als der 4. Sonn­tag nach Ostern, der Sonn­tag „Kan­tate“ (Sin­get dem Herrn)?
Gleich drei­mal tra­fen sich die Sän­ger des Kon­zert­cho­res an die­sem Woche­n­ende: zum Auf­tritt im Orgel­punkt (gemein­sam mit Dom­or­ga­nist Ste­phan Leut­hold), zur tra­di­tio­nel­len Chor­ves­per und zum „1. Kna­ben­chor­kino“: Immer wie­der fin­den sich auch Frei­zeit­un­ter­neh­mun­gen im Chor­plan der Jun­gen und so sahen sie gemein­sam nach der Ves­per bei Bre­zeln und Apfel­schorle den fran­zö­si­schen Kult­film aus dem Jahr 2004 „Die Kin­der des Mon­sieur Mathieu“, der von dem wun­der­ba­ren Ein­fluss des Chor­sin­gens auf die kind­li­che Ent­wick­lung han­delt.
Mit dem Früh­lings­kon­zert der Kur­ren­den klang das Woche­n­ende aus. Unter der von Paul Ger­hardt 1653 gedich­te­ten Über­schrift „Ich singe mit, wenn alles singt“ (… und lasse, was dem Höchs­ten klingt aus mei­nem Her­zen rin­nen.), erklan­gen geist­li­che und welt­li­che Lie­der (und damit Gebete) zum andäch­ti­gen Lau­schen und Mit­sin­gen.
„Wer singt, betet dop­pelt“ – Ob 4. Jahr­hun­dert, 1653, 2004 oder 2019: Wirk­lich Wich­ti­ges ver­liert eben nie an Aktua­li­tät.

Kna­ben­so­lis­ten im Kan­ta­ten­got­tes­dienst 13. Mai 2019
Einige auf­merk­same Besu­cher des 157. Kan­ta­ten­got­tes­diens­tes wer­den über­rascht auf die Beset­zungs­liste geblickt haben: Jun­gen des Kna­ben­cho­res als Solis­ten? Zwar wur­den zur Zeit Johann Sebas­tian Bachs, in der Frauen das Sin­gen in der Kir­che unter­sagt war, alle Solo­par­tien von Jun­gen besetzt, aber in heu­ti­ger Zeit ist das nur sehr sel­ten mög­lich. Fehlt es doch in den meis­ten Fäl­len an aus­ge­bil­de­ten Kna­ben­stim­men, die sowohl über hohe stimm­li­che Qua­li­tät als auch über ebenso große Aus­drucks­stärke ver­fü­gen. Wie die Gemeinde von Unser Lie­ben Frauen hören konnte, fin­det beim Kna­ben­chor neben der inten­si­ven cho­ri­schen auch eine anspruchs­volle solis­ti­sche Aus­bil­dung statt. Linus von Bar­gen (12 Jahre) und Julian Fran­zius (11 Jahre) haben ihre Auf­gabe als erste Kna­ben­so­prane im Bach-Kan­ta­ten-Got­tes­dienst mit Bra­vour gelöst.

Kna­ben­chor gra­tu­liert sei­nen Kon­fir­man­den 6. Mai 2019
Zum Glück war das Pro­gramm schon nach dem Pro­ben­wo­chen­ende in Ver­den kon­zert­reif ein­stu­diert, denn viel Zeit blieb nach den Oster­fe­rien nicht: Bereits am Sonn­tag war­tete der nächste Auf­tritt des Kon­zert­cho­res im Kon­fir­ma­ti­ons-Got­tes­dienst. Auch drei Kna­ben­chör­ler wur­den in die­sem Jahr fei­er­lich ein­ge­seg­net – und diese konn­ten ihre Kol­le­gen end­lich mal in aller See­len­ruhe aus der Zuhö­rer­per­spek­tive erle­ben: „Heute habe ich zum ers­ten mal mei­nen eige­nen Chor gehört“, staunte Johan­nes, der es sich aller­dings nicht hatte neh­men las­sen, bei der Ver­to­nung sei­nes selbst­ge­wähl­ten Segens­spru­ches im Män­ner­chor mit­zu­sin­gen. Nach ins­ge­samt sechs Chor­wer­ken im Fest­got­tes­dienst folgte noch das beliebte „Konfi-Ständ­chen“ vor der Kir­che. Das Wet­ter spielte brav mit, wäh­rend sich Kon­fir­man­den, Eltern und Tou­ris­ten an welt­li­chen Gesän­gen wie „Sü­ßer, gold­ner Früh­lings­tag“ erfreu­ten.

Konfi 2019 –

Vom letz­ten Abend­mahl bis zum ers­ten Oster­früh­stück 24. April 2019
Gleich für vier Tage unter­bra­chen die Sän­ger des Kon­zert­cho­res ihre Ferien, damit auch an den bei­den bedeu­tends­ten christ­li­chen Fest­ta­gen – Kar­frei­tag und Oster­sonn­tag – anspruchs­volle Kir­chen­mu­sik in Unser Lie­ben Frauen erklin­gen konnte. Zu die­sem Anlass fand erst­ma­lig am Kar­frei­tag eine „Chor­mu­sik zur Ster­be­stunde Jesu“ statt: Sechs Chor­sän­ger spann­ten durch ihre Rezi­ta­tio­nen der Pas­si­ons­ge­schichte aus dem Johan­nes-Evan­ge­lium den Bogen vom ein­drucks­vol­len Abend­mahls-Cho­ral „Als Jesus Chris­tus in der Nacht“ bis zum erlö­sen­den „Nun ist alles über­wun­den“.
Am Sonn­tag hieß es dann für die Kna­ben: Früh aus den Federn, denn bereits um 6 Uhr erklan­gen die ers­ten Töne zur Oster­nacht in der noch voll­kom­men dunklen Kir­che. Nach dem mit­rei­ßen­den „Christ ist erstan­den“ genos­sen die Jun­gen dann nach Son­nen­auf­gang zum ers­ten Mal ein gemein­sa­mes Oster­früh­stück, bevor der Män­ner­chor für den anschlie­ßen­den Got­tes­dienst am Oster­mor­gen zurück in die Chor­klei­dung schlüpfte.

Mini-Kon­zert der Jüngs­ten 3. April 2019
Dass die Eltern der Kur­rende IV mit ihren Söh­nen Abend­lie­der sin­gen, konnte beim ers­ten Kon­zert der drei- bis fünf­jäh­ri­gen im Chri­sto­pho­rus-Saal ein­drucks­voll beob­ach­tet wer­den: Schon bei den ers­ten Tönen von „Kleine Igel schla­fen gern“ wurde unter den Kna­ben herz­haft gegähnt. Aber auch Tra­di­tio­nel­les, wie „Mein Hut, der hat drei Ecken“, das in der Faschings­probe geübte „Drei Chi­ne­sen mit dem Kon­tra­bass und – auf beson­de­ren Wunsch der Jun­gen – auch ein hoch­kon­zen­trier­tes „Stille-Lied“ gehör­ten zum über viele Wochen erar­bei­te­ten Pro­gramm. Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser, der seine Schütz­linge am Kla­vier beglei­tete, ver­riet bereits wäh­rend der Begrü­ßung sein Fazit: „Bei die­sen tol­len Sän­gern mache ich mir um die Zukunft unse­res Kna­ben­cho­res keine Sor­gen.“ Gestärkt durch Bei­fall, Kekse und Apfel­schorle, ver­ab­schie­de­ten sich anschlie­ßend die Kna­ben in die Oster­fe­rien.

Minikonzert –

Kon­zert­chor probt in Ver­den 31. März 2019
Pro­ben­wo­chen­en­den gehö­ren zu den Höhe­punk­ten im Kna­ben­chor­le­ben: Beschäf­tigt sich der Chor­lei­ter vor­her mit der Qua­li­tät des Pro­ben­rau­mes, (un)gestimm­ten Kla­vie­ren, einer opti­ma­len Pro­ben­pla­nung und „ge­fahr­lo­sen“ Frei­zeit­mög­lich­kei­ten, geht dem Chor­sän­ger nur eine Frage durch den Kopf „Mit wem gehe ich ins Zim­mer?“.
Und so wurde bei früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren das kom­plette Oster­pro­gramm kon­zert­fer­tig geprobt, Fuß­ball gespielt (wobei es außer beim Chor­lei­ter keine Ver­letz­ten gab) und auch die neu ein­ge­führte Option des mor­gend­li­chen Wald­lau­fes wurde von viele Jun­gen gewählt. Ein wei­te­res Bon­bon gab es am Sams­tag: Live-Über­tra­gung der 2. Halb­zeit des Wer­der-Spiels bei Kaf­fee und Kuchen. So eine Pro­ben­fahrt ver­geht ein­fach viel zu schnell…

Alles wie immer: Sin­gen – Fuss­ball – Fer­tig 24.3.2019
Um 11:30 Uhr san­gen sie noch im Chor­man­tel den Schluss-Segen „Da pacem, Domine“ im Got­tes­dienst – die Kna­ben der Kur­rende I. Eine gute Stunde spä­ter stürm­ten sie, bei herr­li­chem Früh­lings­wet­ter und nun im Wer­der-Tri­kot kaum wie­der­zu­er­ken­nen, mit den „Gro­ßen“ vom Kon­zert­chor über einen extra ange­mie­te­ten Fuß­ball­platz im Sport­gar­ten Pau­li­ner Marsch. Waren es beim ers­ten Fuß­ball­nach­mit­tag im Sep­tem­ber 2018 immer­hin 20, kamen jetzt schon über 30 Jun­gen und junge Män­ner zum zwei­stün­di­gen Tur­nier. Die letzte Vier­tel­stunde war dem ulti­ma­ti­ven Spiel Män­ner gegen Kna­ben (+ Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser) vor­be­hal­ten, das die Kna­ben sou­ve­rän mit 3:1 gewan­nen. Aber sehr lang muss sich die Fuß­ball-Sehn­sucht der Jun­gen nicht gedul­den: In weni­gen Tagen geht es zum Pro­ben­wo­chen­ende nach Ver­den – mit Fuß­ball in jeder freien Minute.

Fussball –

Film­team von Radio Bre­men beim Kna­ben­chor 17.3.2019
Genau sechs Stun­den wur­den für die Film­auf­nah­men ein­ge­plant, um genü­gend Mate­rial für den heute ver­öf­fent­lich­ten Bei­trag in „bu­ten un bin­nen“ zur Ver­fü­gung zu haben. Nach Ein­bli­cken in die Pro­ben­ar­beit von Kur­rende IV und dem Kon­zert­chor, kamen neben einem Inter­view mit Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser auch noch ein­zelne Sän­ger zu Wort. Redak­teur Mathias Sie­bert freute sich auf „sehr, sehr viel Arbeit“, da nahezu jede Ein­stel­lung direkt sen­de­fä­hig gewe­sen sei. Und natür­lich wurde auch gleich über ein Fol­ge­pro­jekt gespro­chen …

Fernsehen –

Pro­ben­wo­chen­ende der Kur­rende I in Bad Zwi­sche­nahn 17.3.2019
Für fast alle der mit­rei­sen­den 17 Jun­gen wurde es die erste Chor­fahrt über­haupt. Und diese lie­ßen sich selbst von hart­nä­cki­gem Nie­sel­re­gen kein biss­chen ihrer guten Laune neh­men. In sehr inten­si­ven Pro­ben wurde das Pro­gramm für den Got­tes­dienst am 24.3.2019 erar­bei­tet, aber es blieb auch Zeit für Ein­zel- und Grup­pen­stimm­bil­dung, Noten­lehre-, Rhyth­mus- und Gehör­bil­dungs­übun­gen. Ganz wie bei den „Gro­ßen“ im Kon­zert­chor gab es Tisch­lie­der vor und nach den Mahl­zei­ten sowie einen Abend­se­gen vor dem Bett­gang. Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser knüpfte außer­dem an zwei Tra­di­tio­nen des Chor­grün­ders Harald Wolff an: Einen mor­gend­li­chen Wald­lauf um 7:30 Uhr für alle Früh­auf­ste­her (über die Hälfte war dabei) und „stille“ Mahl­zei­ten mit gleich­zei­ti­gem Vor­le­sen. Eine Sän­ger­mut­ter schrieb begeis­tert an den Chor­lei­ter: „Schön auch, dass Sie, Herr Kai­ser, mit den Jungs in der ´Mat­sche` Fuß­ball spie­len. Eine super Kom­bi­na­tion aus Arbeit, Sport, Gemein­schaft …“

Bad Zwischenahn –

„Kohl­fahrt“ der Män­ner­stim­men 4.3.2019
Bei uns wird GEMEINSCHAFT groß geschrie­ben. Und so wan­derte der 30-köp­fige Män­ner­chor am ver­gan­ge­nen Sams­tag nach einer sehr gelun­ge­nen Chor­ves­per von der Stadt­kir­che zum Gemein­de­zen­trum, wo bereits ein lecke­res Grün­koh­les­sen war­tete. Statt der sonst bei Kohl­fahr­ten übli­chen „Trink­pau­sen“ wurde wäh­rend des 75-minü­ti­gen Fuß­mar­sches an nahezu jeder Ampel ein Män­ner­chor­ge­sang ange­stimmt. Und gleich nach dem Nach­tisch ging es wei­ter. Ob welt­lich oder geist­lich, alt oder neu – Haupt­sa­che: Es wird gesun­gen. Chor­lei­ter Ulrich Kai­ser im Anschluss: „Wir müs­sen drin­gend unser Reper­toire erwei­tern“.

Faschings­pro­ben bei den Kur­ren­den 28.2.2019
Auch an uns ging Fasching nicht vor­bei. Alle Kur­ren­den kamen in den Genuss, den “Zwil­lings­bru­der” von Herrn Kai­ser ken­nen zu ler­nen. Die­ser ist als Clown unter­wegs, weil er über­haupt nicht sin­gen kann … Und so gab es zwi­schen ein paar lus­ti­gen Lie­dern („Jetzt fahrn wir übern See, übern See, jetzt fahrn wir übern – “) auch noch Scho­ko­küsse und Saft. Ein biss­chen Spaß muss sein!

Fasching –

Amtsein­füh­rung von Ulrich Kai­ser 10.2.2019
In einem fei­er­li­chen Got­tes­dienst ist Ulrich Kai­ser in das Amt als Kan­tor und Lei­ter des Kna­ben­cho­res ein­ge­führt wor­den. Ers­ter Höhe­punkt waren die zahl­rei­chen Segens­worte von Pas­to­ren, Bau­her­ren, Chor­sän­gern, Eltern­ver­tre­tern, dem Kir­chen­vor­stand und den Kan­to­ren­kol­legIn­nen. Ulrich Kai­ser bedankte sich musi­ka­lisch und brachte mit „sei­nem“ Kna­ben­chor und dem Orche­s­ter Lau­date, Can­tate die Kan­tate „Je­sus nahm zu sich die Zwölfe“ von Johann Sebas­tian Bach zu Gehör. Spä­ter kün­digte er dem Kon­zert­chor eine wei­tere Auf­füh­rung die­ser Kan­tate in der Leip­zi­ger Tho­mas­kir­che an, was die Jun­gen mit Begeis­te­rung auf­nah­men. Im Anschluss an den Got­tes­dienst hat­ten end­lich auch die drei Kur­ren­den ihren großen Auf­tritt und gaben Kost­pro­ben aus ihrem aktu­el­len Reper­toire, bevor sie mit den Köst­lich­kei­ten des großen Buf­fets belohnt wur­den.

Amtseinführung –

Der Kna­ben­chor geht auf Tal­ent­su­che in die Grund­schu­len 21.1.2019
Die ers­ten bei­den Ver­su­che im Herbst waren äußerst viel­ver­spre­chend. Nun wer­den im Früh­jahr etwa 50 ver­schie­dene Schul­klas­sen besucht. Ein aus­führ­li­cher Bericht folgt…

Neu­jahrs­emp­fang 16.1.2019
Mit sei­nem 1. Neu­jahrs­emp­fang hat der Kna­ben­chor eine neue Tra­di­tion begrün­det. Auf Ein­la­dung des Freun­des­krei­ses des Kna­ben­cho­res waren neben den Chor­sän­gern und deren Ver­wand­ten auch wei­tere Per­sön­lich­kei­ten in die Kir­che Unser Lie­ben Frauen gekom­men, um das neue Chor­jahr fei­er­lich zu eröff­nen. Die Jun­gen bedank­ten sich beim zahl­rei­chen Pub­li­kum mit musi­ka­li­schen Bei­trä­gen jeder ein­zel­nen For­ma­tion – von der neuen Kur­rende IV (3-6 Jahre), die ihren aller­ers­ten öffent­li­chen Auf­tritt hatte, bis zum Män­ner­chor. Beson­ders beein­dru­ckend war dabei nach Ansicht vie­ler Gäste, die kon­se­quente sän­ge­ri­sche Ent­wick­lung zwi­schen den ein­zel­nen Chor­grup­pen zu erle­ben. Zum Höhe­punkt wurde der gemein­same Gesang aller 120 Chor­kna­ben mit dem Kanon „Neues Jahr und neue Zeit“, bevor dann die Glä­ser klan­gen.