DD Aufstellung

Reise Dresden Mai 2022

„Jauch­zet dem Her­ren, alle Welt“
Als Chor­sän­ger ist man auf Kon­zert­rei­sen viel in Kir­chen unter­wegs. Das ist immer span­nend, auf­re­gend und vol­ler Ver­hei­ßun­gen. Kir­chen als Got­tes­dienst- und Kon­zer­torte müs­sen erobert wer­den: Über wel­che Wege kommt man auf die Empore? Was ver­birgt sich hin­ter den vie­len Türen? Wie klingt der Gesang? Ist die Kir­che ähn­lich groß wie unsere, hat sie einen höhe­ren Turm? Ist sie schö­ner?

DD - Probe –

Beein­druckt ste­hen die Jungs in Dres­den zunächst vor und dann in der Frau­en­kir­che, erfah­ren eine Menge über ihre Geschichte und den Wie­der­auf­bau. Sie sind begeis­tert von der Unter­kir­che, den Bet­stüb­chen und der male­ri­schen Innen­ge­stal­tung. Spon­tan ent­schließt man sich zu einer Turm­be­stei­gung und geni­eßt den wei­ten Blick über die Stadt.

DD – Turmbesteigung –

Nach einer kur­zen Mit­tags­pause geht es zum Pro­ben in die Kreuz­kir­che. Auf­re­gung macht sich breit. Wie sieht sie wohl aus? Wenige Minu­ten spä­ter ste­hen die Jungs mit ihren Noten­map­pen vor dem Altar und schauen sich um. Erste Töne wer­den gesun­gen, fas­zi­niert wird dem Nach­hall in der fast lee­ren Kir­che gelauscht: groß ist sie, mit gewal­ti­gen Empo­ren, einer impo­san­ten Orgel und höchst inter­es­san­ten Leuch­tern.
Nach dem Abend­es­sen führt die Stadt­füh­rung durch den Zwin­ger und vor­bei an der katho­li­schen Hof­kir­che mit ihren vie­len Hei­li­gen­fi­gu­ren. In der Schloss­ka­pelle – ein­s­tige Wir­kungs­stätte von Hof­ka­pell­meis­ter Hein­rich Schütz – hät­ten die Jungs zu gern gesun­gen. (Auf­grund von Restau­rie­rungs­a­r­bei­ten war das lei­der nicht mög­lich.)

DD - Abend –

Am Sams­tag­mor­gen war­tet ein Aus­flug ins Pano­me­ter. Die Ausstel­lung „Dres­den im Barock“ birgt reich­lich Infor­ma­ti­o­nen zur Stadt­ge­schichte vor bei­nahe 400 Jah­ren. Auf dem ima­gi­nären Turm der Hof­kir­che ste­hend, gibt es span­nende Details zu ent­de­cken.
In der Ves­per um 17 Uhr füllt sich die Kreuz­kir­che mit Kna­ben­chor­ge­sang: Bach, Schütz, Men­dels­sohn und Bruck­ner ste­hen auf dem Pro­gramm, ebenso wie der vier­stim­mige Satz von „Lobe den Her­ren“ des ehe­ma­li­gen Kreuz­kan­tors Rudolf Mau­ers­ber­ger, der als „Bach“ unter den Kreuz­kan­to­ren gilt.
Mit einem Eis in der Hand schlen­dert eine kleine Gruppe Sän­ger abends über die Brühl­schen Ter­ras­sen und erhascht noch ein­mal einen Blick auf die Frau­en­kir­che wäh­rend die Sonne unter­geht.

DD - Manometer –

Früh am Sonn­tag­mor­gen gehört die Kreuz­kir­che dem Chor für einen Moment ganz allein. Ehr­fürch­tig bah­nen sich Chor­lei­ter und Sän­ger den Weg durchs Trep­pen­haus hin­auf zur Empore. Von unten sind sie nicht mehr zu sehen. Nur der Gesang schwebt durch den gro­ßen Kir­chen­raum. Die Freude des Pas­tors ist so groß, dass er den Chor spon­tan bit­tet, nach unten zu kom­men und vor dem Altar zu sin­gen.
In der Schütz-Kapelle wird im Anschluss an den Got­tes­dienst „Ver­leih uns Frie­den gnä­dig­lich“ zu Ehren des Kom­po­nis­ten ange­stimmt. Die dar­auf­fol­gende Bestei­gung des Kirch­turms erfolgt bei aller­bes­ter Laune. Die­ses Mal wer­den die Trep­pen gezählt. Sind es mehr Stu­fen als im Turm der Frau­en­kir­che?

DD - Gottesdienst –

Schön­heit liegt bekann­ter­ma­ßen immer im Auge des Betrach­ters und jede Kir­che hat ihren ganz eige­nen Charme. Grö­ßer, höher, schö­ner als Unser Lie­ben Frauen in Bre­men? Dar­über lässt sich strei­ten. Einig ist man sich jedoch, dass es „nir­gends so schöne Fens­ter gibt, wie bei uns.“

DD - Stadtspaziergang –

Reise Leipzig März 2020

Frei­­­tags-Motette in der Tho­­mas­kir­che zu Leip­­zig 13. März
Der Frei­­­tag begann mit einer Füh­rung durch die Tho­­mas­kir­che. Wer bei den ansch­lie­­ßen­­den Pro­­ben nicht außer Atem kam, tat dies spä­tes­tens bei den (gefühlt) unzäh­­li­­gen Stu­­fen des impo­san­ten Völ­ker­schlacht-Denk­­mals. Dort erfuhr der Chor: Der Nach­hall sollte ange­b­­lich 8 Sekun­­den wäh­ren. Das musste unbe­­dingt mit Hilfe des „Ave Maria“ von Bruck­­ner nach­­ge­­prüft wer­­den. Mit weni­­ger Nach­hall, aber zur Freude aller, durfte die Aben­d­­mo­tette in der Tho­­mas­kir­che vor ca. 100 begeis­ter­ten Zuhö­­rern gesun­­gen wer­­den. Da mehr Pub­­li­­kum nicht erlaubt war, muss­ten viele Besu­cher, die gedul­­dig in der lan­­gen Schlange vor der Tho­­mas­kir­che ange­­stan­­den hat­ten, ent­täuscht umkeh­ren.

Leipzig-Reise –

Sams­­tags-Motette mit Bach­­kan­tate 14. März
Höhe­­punkt des Sams­ta­­ges und Anlass der gesam­ten Reise war die Auf­­­füh­rung der Bach-Kan­tate 131 „Aus der Tie­­fen rufe ich, Herr, zu dir“ – genau an der Stelle, an der einst so viele der groß­a­r­tigs­ten Chor­werke Bachs zum ers­ten Mal erk­­lun­­gen sind. Was für ein Erle­b­­nis! Durch eine mit­­rei­­ßende Auf­­­füh­rung gera­­dezu eupho­ri­­siert, wurde ohne Pause wei­ter musi­­ziert. Nach einem gemein­sa­­men Sin­­gen mit einer Gruppe des MDR Kin­­der­cho­res erwie­­sen die Jun­­gen an der Grab­­platte des Tho­­mas­­kan­tors dem Meis­ter mit eini­­gen Cho­rä­len die Ehre.
Als die Nach­richt ein­traf, dass das Bach-Museum nicht mehr geöff­­net hat, wurde kur­­zer­hand umdis­­po­­niert: Bei schöns­tem Wet­ter ging es 31. Stock­werke nach oben auf die Aus­­­sichts­­plat­t­­form des Pan­­orama Tow­ers.

Leipzig-Reise –

Nach Johann Sebas­tian kommt Felix … 15. März
Nach dem Got­tes­­dienst am Sonn­­tag­­mor­­gen wur­­den Noten und Chor­klei­­dung (cho­rin­tern: „Pel­len“) rasch im Bus ver­­­staut, denn im Anschluss an ein lecke­res Mit­­ta­­ge­s­­sen war­tete auch noch der Besuch des Men­­dels­­sohn-Hau­­ses. Beein­­druckt wan­­del­ten die Jun­­gen auf den Spu­ren von Felix, san­­gen im Salon eine sei­­ner schöns­ten Motet­ten und pro­­bier­ten lei­­den­­schaft­­lich den Diri­­gier­­si­mu­la­tor im Effek­to­rium aus. Da zeig­ten sich unter den Chor­­sän­­gern doch gleich meh­­rere begabte Nach­wuchs­­di­ri­­gen­ten. Wäh­rend der Rück­fahrt wur­­den Trä­­nen gese­hen. Denn zurück in Bre­­men, begann die unver­­­mei­d­­li­che Chor­­pause …

Leipzig-Reise –

Reise Schweden-Norwegen Oktober 2019

Frei­tag, 4. Okto­ber
Am Abrei­se­tag waren wir alle wie immer sehr gut gelaunt, die Stim­mung war bes­tens und wir san­gen noch ein Stück für die Eltern. Am Schwe­den­kai muss­ten wir dann kurz war­ten, bis wir unsere Bord­kar­ten für die Fähre erhiel­ten und die Pässe vor­zei­gen soll­ten. Unter uns waren Jungs, wel­che uns schon vor­her sag­ten, dass die Fähre auf der Rück­fahrt sogar noch bes­ser sein sollte und so stieg die Vor­freude auf die Rück­fahrt rasant an, denn die Stena Line hätte kaum bes­ser sein kön­nen. Ich fand das Essen sehr lecker und ich habe mir ordent­lich von die­sem auf den Tel­ler geschau­felt. Auf dem Son­nen­deck der Fähre war es recht win­dig, was am spä­te­ren Abend dann für sehr spa­ßige Momente gesorgt hat. In der Kajüte machte mir der wenige See­gang keine Pro­bleme zu schla­fen. So hatte ich eine ruhige Nacht.
Julian Emil Fran­zius (12 Jahre), Sopran

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Sams­tag, 5. Okto­ber
Das Essen auf der Stena Line war sehr gut. Als wir um 10 Uhr in Schwe­den (Göte­borg) anka­men, hat­ten wir eine drei­stün­dige Stadt­rund­fahrt. Beson­ders gut hat mir die Mast­hug- gskyr­kan gefal­len. Als wir dann am Mit­tag in der Jugend­her­berge anka­men, durf­ten wir noch nicht auf unsere Zim­mer. Des­we­gen hat­ten wir dann in der Deut­schen Kir­che unsere erste Probe, nach­dem wir in klei­nen Grup­pen die Stadt auf eigene Faust erkun­det haben. Am Abend ist der ganze Chor in eine Piz­ze­ria gegan­gen. Es gab für alle Pizza Mar­ghe­rita und ein Getränk. Alles in allem war es ein sehr schö­ner ers­ter Tag in Schwe­den.
Fre­de­ric Stern­berg (12 Jahre), Sopran

Ostseefähre nach Schweden –

Sonn­tag, 6. Okto­ber
Nach einem klei­nen Früh­stück in unse­rem Hotel in Göte­borg bra­chen wir unmit­tel­bar mit dem Bus auf, um pünkt­lich an der deut­schen Kir­che in der Innen­stadt Göte­borgs anzu­kom­men und dort unser ers­tes Kon­zert im Zuge des dor­ti­gen Got­tes­diens­tes zu geben. Eine sehr prunk­volle, auf Gold- und Blau­tö­nen basie­rende Ein­rich­tung der Kir­che erin­nerte dabei ste­tig an die Far­ben der schwe­di­schen Flagge.
Nach einem schö­nen Got­tes­dienst und einem gelun­ge­nen Kon­zert erwar­tete uns ein Mit­tag­es­sen in der Gemeinde/Kir­che und ein anschlie­ßen­der Teil von Frei­zeit in der Stadt und einen Rund­gang durch das stadt­ei­gene Museum Göte­borgs mit eini­gen inter­es­san­ten Ein­bli­cken in skan­di­na­vi­sche Geschichte. Nach einer Probe am Nach­mit­tag stand es uns dann schließ­lich frei zur Ver­fü­gung, den Tag mit einem indi­vi­du­el­len Abend­es­sen aus­klin­gen zu las­sen. Abend­li­che Dop­pel­kopf-Run­den oder Wer­wolf-Spiele waren dabei auch gern gespielt.
Vin­cent Sex­troh (16 Jahre), Tenor

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Mon­tag, 7. Okto­ber
Am Mon­tag ging es mor­gens eher ent­spannt zu Gange. Nach einem herr­li­chen, letz­ten Früh­stück in Göte­borg wur­den Kof­fer gepackt und in den Bus ver­la­den. Drei Stun­den sollte die Fahrt nach Oslo dau­ern, die nur durch eine kurze Pause vor der Schwe­disch-Nor­we­gi­schen Grenze bei einem gol­de­nen ‘M’ sowie einem XXL Super­markt unter­bro­chen wurde. Auch die Grenz­sol­da­ten haben zu einer kür­ze­ren Fahrt bei­ge­tra­gen, indem sie uns durch­ge­wun­ken haben. Ab und zu könnte man rechts und links Fjorde und schöne Wäl­der sehen, die aus­sa­hen, wie man es sich vor­ge­stellt hat.
In Oslo ist uns ein viel wich­ti­ge­res Merk­mal Nor­we­gens auf­ge­fal­len, dass näm­lich gefühlt jedes zweite Auto ein Tesla ist. In der Jugend­her­berge haben wir uns bei einem lecke­ren Mit­tag­es­sen gestärkt und die Zim­mer bezo­gen.
Eine ein­stün­dige Probe hat uns auf das erste Kon­zert vor­be­rei­tet, wel­ches in der „Den Nor­ske Kirke“ außer­halb von Oslo, statt­fand. Das Beson­dere an die­sem Kon­zert war die Pre­miere des Vitus Ensem­bles, wel­ches aus 8 Män­ner­stim­men unse­res Cho­res besteht. Hin­ter­her gab es Schnit­ten mit Lachs und Braun­käse; also typisch Nor­we­gisch. Ent­spannt ging es in die Jugend­her­berge und für man­che Kna­ben schon gleich ins Bett.
Jan-Chri­s­toph Fran­zius (16 Jahre), Tenor

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Diens­tag, 8. Okto­ber
Nach­dem wir dann um 10 Uhr unsere Stadt­füh­re­rin in der Nähe der Stadt­oper abge­holt hat­ten, ging es erst ein­mal durch die Innen­stadt Oslos, wo wir über die Geschichte und Bedeu­tun­gen ein­zel­ner Häu­ser auf­ge­klärt wur­den. Nach gut 1 1/2 Stun­den ging es dann in den Vige­land­spark (auf nor­we­gisch Vige­lands­an­leg­get), wo wir bei Regen zügig inner­halb von einer Stunde den Park durch­quer­ten. Zwi­schen­durch wurde bei der Anlage um den Mono­li­ten „Dei­lig er jor­den“ zum Bes­ten gege­ben, womit sich der Kna­ben­chor prompt zu einer Tou­ris­te­n­at­trak­tion für eine asia­ti­sche Rei­se­gruppe ent­wi­ckelte. Unter dem Blitz­licht­ge­wit­ter, tosen­dem Applaus und mit durch­näss­ter Klei­dung ging es dann wei­ter zu der berühm­ten Sprungschanze Hol­men­kol­len, wo unser Geburts­tags­kind Klaas zu einem „Sprung“ im Flug­si­mu­la­tor ein­ge­la­den wurde. Danach ging es wie­der zurück in die Jugend­her­berge, wo jeder sich noch ein­mal stär­ken konnte. Nach einer kur­zen Pause und der dar­auf­fol­gen­den Probe ging es dann per Bus in das nahe­ge­le­gene Dram­men, wo der ört­li­che Kna­ben­chor uns als Beglei­tung unter­stützte. Nach einem ful­mi­nan­ten Kon­zert, wel­ches sogar unsere vor­her­ge­nannte Stadt­füh­re­rin nach Dram­men gelockt hatte, ging es dann zurück in die Her­berge und früh ins Bett, um sich auf das Finale vor­zu­be­rei­ten….
Till­man Czech (14 Jahre), Bass

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Mitt­woch, 9. Okto­ber
Am Mitt­woch haben wir alle das Neue Opern­haus in Oslo besich­tigt. Wir haben das wirk­lich beein­dru­ckende Gebäude, wel­ches 2008 eröff­net wurde, mit Füh­run­gen in Klein­grup­pen erkun­det.
Das Opern­haus, das einem trei­ben­den Eis­berg nach­emp­fun­den wurde, bie­tet knapp 1000 Zuschau­ern Platz. Beson­ders die Fas­sade aus wei­ßem ita­lie­ni­schen Car­rara Mar­mor und das begeh­bare Dach machen das Gebäude ganz beson­ders. Die Füh­run­gen ermög­lich­ten uns beson­dere Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen der Oper und den Opern­saal. Die Opern­be­sich­ti­gung war defi­ni­tiv ein High­light die­ser Kon­zert­reise. Nach der Besich­ti­gung gab es Zeit, die Innen­stadt von Oslo in Klein­grup­pen zu besich­ti­gen. Mit mei­ner Gruppe ging es bis zum König­li­chen Schloss, wo wir einem ein­sa­men Sol­da­ten ein Ständ­chen san­gen. Am Abend fand unser letz­tes und mei­ner Mei­nung nach auch schöns­tes Kon­zert die­ser Reise statt. In der Ura­ni­en­borg Kirke, unter Mit­ge­stal­tung des Solv­gut­tene Kna­ben­chors (Nor­we­gi­scher Rund­funk) haben wir vor gut besuch­ter Kir­che ein tol­les Kon­zert abge­lie­fert. Beide Chöre haben jeweils ein ca. 35-minü­ti­ges Pro­gramm prä­sen­tiert und zum Abschluss gemein­sam das Lied „Dei­lig er Jor­den“ gesun­gen. Das Kon­zert war eine ganz beson­dere und tolle Erfah­rung, die wohl jedem Chor­sän­ger für immer in Erin­ne­rung blei­ben wird.
Frit­jof Klin­gen­berg (19 Jahre), Bass

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Don­ners­tag, 10. Okto­ber
Für mich begann der Tag nor­mal: geweckt wer­den, anzie­hen und zum Früh­stück gehen. Vom Per­so­nal kam der Wunsch „Dei­lig er Jor­den“, was wir natür­lich auch san­gen. Um 10:30 Uhr rollte der Bus und brachte uns zu einem grö­ße­ren Schiff als die „Stena Line“, der „Co­lor Line Magic“. Zuerst musste man ziem­lich lange war­ten. Die Zeit wurde ver­trie­ben mit Dop­pel­kopf oder Doo­ble. End­lich konn­ten wir auf das mini Kreuz­fahrt­schiff, das zum Ver­lau­fen groß war. Nach mei­nem Geschmack etwas zu groß. Es gab Fahr­stühle mit Glas­fens­ter, ein Casino, ein Schwimm­bad, ziem­lich coole Restau­rants und über 1000 Zim­mer. Als ein paar von uns ins Zim­mer kamen, gab es Ver­wir­rung: Wir waren 5 – im Zim­mer war nur ein Bett und zwei Sofas. Dann bemerk­ten wir, dass noch zwei Bet­ten in der Decke waren und dass sich die Sofas aus­klap­pen lie­ßen. Nach dem das Pro­blem geklärt war, lie­fen wir nach drau­ßen. Plötz­lich hupte das Schiff drei­mal ohren­be­täu­bend. Ein paar von mei­nem Zim­mer schos­sen in die Luft und andere, ich auch, lie­fen ein paar Schritte rück­wärts und duck­ten sich, um sich davor zu ver­ste­cken. Es war zum Glück nur das Zei­chen zum Los­fah­ren. Nach dem Schreck erkun­dig­ten wird das Schiff. Unter Deck tra­fen sich ein paar Kna­ben, um ein Spiel zu spie­len, das sehr kri­mi­ar­tig war. Den Namen, die Cha­rak­tere und die Regeln möchte ich aus Sicher­heits­grün­den geheim hal­ten. End­lich gab es Abend­es­sen. Wir tra­fen uns vorm Restau­rant, damit uns mit­ge­teilt wurde, dass wir die Zim­mer­karte zum Essen brau­chen. Vor Schreck merkte ich, dass ich meine Karte im Zim­mer gelas­sen habe! Die Zim­mer­karte im Zim­mer – also schnell sich die Karte eines ande­ren aus mei­nem Zim­mer bor­gen und los sprin­ten. Und dann sich ver­lau­fen. Statt in den ach­ten Stock zu lau­fen, bin ich in den neun­ten gelau­fen. Ich bin zwar zu spät gekom­men, hatte aber meine Karte. Das Buf­fet war fan­ta­stica. Es gab z.B. einen Tisch mit ca. 15 Kuchen oder Tor­ten. Trotz des Rie­sen­buf­fets aß ich nur wenig, denn ich wollte ins Schwimm­bad. Das Schwimm­bad war zwar klein, aber cool. Es gab eine lus­tige Rut­sche, die sehr schlän­ge­lig war, zwei Whirl­pools und ein klei­nes Schwimm­be­cken. Irgend­wann muss­ten man zwar raus, aber für mich und mei­nen Freund hatte der Spaß noch nicht auf­ge­hört. Wir gin­gen in Geschäfte, kauf­ten was und gin­gen in eine Sing- und Tanz­show, wo wir bis zum Ende blie­ben. Dann ging es aufs Zim­mer. Wäh­rend es dann noch ein paar Pro­bleme gab wegen einer Serie im Fern­se­hen, mach­ten wir uns fer­tig und die, die noch etwas gucken woll­ten, gaben nach. So endete der Tag halb noch in Nor­we­gen, halb auf dem Meer.
Lean­der John (11 Jahre), Sopran

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Frei­tag, 11. Okto­ber
Das Früh­stück auf der Fähre war sehr lecker und ich habe mir rich­tig viel auf­ge­tan. Die Stim­mung war präch­tig und von Gesän­gen unter­malt. Auf der Bus­fahrt haben man­che Kreuz­wort­rät­sel gelöst und UNO gespielt – die meis­ten haben aber geschla­fen.
Die Ankunft in Bre­men: Als unser Bus in die Wacht­straße ein­bog, freu­ten wir uns, unsere Eltern wie­der zu sehen, waren aber auch trau­rig, dass die so schöne Kon­zert­reise nun zu Ende war. Viele hal­fen mit, das Gepäck aus­zu­la­den. Dar­un­ter waren auch zwei sehr große Kis­ten, in denen unsere Pel­len und die Noten ver­staut waren. Sie wur­den nun in die Kir­che zurück gescho­ben. Dort ange­kom­men, ver­sam­mel­ten wir uns alle noch zu einem Abschluss­foto, in unsere neuen Chor­pul­lis geklei­det, über die wir uns sehr gefreut haben. Sie haben uns schon auf unse­rer Reise beglei­tet.
Nach dem Foto tra­fen wir uns vor dem Altar, um Chris­ti­ane Czech zu ver­ab­schie­den. Wir san­gen ihr zwei Lie­der und es wur­den Geschenke über­reicht. Nach den Dan­kes­re­den stan­den vie­len die Trä­nen in den Augen.
Es war eine wun­der­schöne Reise, die ich nie ver­ges­sen werde.
Joo­ris Johan­nes Stolz (11 Jahre), Alt

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